Hintergrund
Cappella Gabetta und Andrés Gabetta
Die Cappella Gabetta wurde erstmals für eine ausgedehnte Tournee und eine CD-Produktion mit Vivaldis Cellokonzerten mit Sol Gabetta (Violoncello) für die Saison 2010/2011 zusammengestellt und konzertierte unter anderem in der Laeiszhalle Hamburg, im Prinzregententheater München, in der Meistersingerhalle Nürnberg, in der Tonhalle Zürich oder im Casino Bern; Nach der Veröffentlichung der ersten CD mit Sol Gabetta und ihrer Cappella Gabetta im Herbst 2011 folgt eine weitere ausgedehnte Tournee durch ganz Europa. Konzerte werden unter anderen stattfinden in der Kölner Philharmonie, Berliner Philharmonie, Liederhalle Stuttgart, in Istanbul, im Teatro Communale in Parma und an weiteren renommierten Orten.
Neben der Realisierung von Sol Gabettas Projekten mit barockem und frühklassischem Repertoire lädt die Cappella Gabetta zunehmend auch andere renommierte Instrumentalisten und Sängerinnen und Sänger für gemeinsame Projekte mit barocker Musik ein. Neben der Programmierung von Meisterwerken bekannter Komponisten des Barocks und der Frühklassik möchte die Cappella auf Raritäten unbekannter Komponisten wie Giovanni Platti oder Johann Adolph Hasse aufmerksam machen.
Im Juni 2011 konzertiert die Cappella Gabetta mit dem italienischen Barockviolinisten Giuliano Carmignola. Im September 2011 wird die Cappella Gabetta mit der Sopranistin Veronica Cangemi und der Mezzosopranistin Vivica Genaux nach einer kurzen Tournee (u.a. Musikfest Bremen) eine CD für SONY-Music produzieren. Im Zentrum stehen Händels tragische Duette aus Opern wie Amadigi, Ariodante, Lotario, Poro oder Idomeneo.
Eine ausgedehnte Europatournee mit den beiden Sängerinnen folgt im Oktober 2012 (Théâtre des Champs-Elysées Paris, Lyon, Tonhalle Zürich, Bilbao, San Sebastian usw.).
Das Projekt „Scene of passion“, welches im Herbst 2011 mit den Sämgerinnen Vivica Genaux und Veronica Cangemi realisiert wird, ist vom schweizerischen Kanton Aargau, wo die Cappella Gabetta ihren Sitz hat, substanziell gefördert worden.
Die Cappella Gabetta setzt sich aus handverlesenen Spezialisten der Alten-Musik-Szene zusammen, welche sich aus der gemeinsamen Arbeit des kammerorchesterbasel, Il Giardino Armonico und anderen Spitzenensembles kennen.
Der Konzertmeister Andres Gabetta gilt als brillanter Barockviolinist. Er ist einer der engsten musikalischen Partner des renommierten Cellisten und Dirigenten Christoph Coin, dessen Orchester, das "Orchestre Baroque de Limonges" Gabetta als Konzertmeister anführt. Überdies ist Andres Gabetta regelmässiger Konzertmeister beim Kammerorchester Basel. Für eine Aufnahme der Brandenburgischen Konzerte von Bach (Naxos) mit seinem eigenen Ensemble, den Swiss Baroque Soloists, wurde er im Jahre 2008 für einen Grammy nominiert.
Sol Gabetta
Nach Sol Gabettas Debüt beim Lucerne Festival 2001 schrieb die Presse: «Nach dem Konzert […] wusste man gar nicht mehr, ob man lieber noch einmal Anne-Sophie-Mutter oder eben jene Sol Gabetta mit Schuberts a-Moll Sonate D 821 hören wollte. Musikerinnen wie die 20-jährige Sol trifft man selten. Sie spielte ihr Programm […] mit grosser Hingabe und bravouröser Technik.»
Radio Klassik Magazin 29/2001
Vorläufiger Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere ist der ihr im Jahre 2004 verliehene renommierte «Crédit Suisse Young Artists-Award», eine der höchst dotierten Auszeichnungen für junge MusikerInnen sowie der im Oktober 2007 erhaltene ECHO-Preis als «Instrumentalistin des Jahres».
Diese hohe Auszeichnung der Deutschen Phono-Akademie erhielt Sol im Rahmen einer Sendung vor einem Millionenpublikum im deutschen Fernsehsender ZDF für ihre Debüt-CD, welche im Sommer 2006 bei SONY-BMG erschien und es sofort in die Top Ten der Klassik-Charts schaffte.
Doch schon in früheren Jahren wurden Sol Gabetta Preise zugesprochen, u. a. beim ARD-Wettbewerb in München oder beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Zahlreiche namhafte Orchester wie etwa die Wiener Symphoniker, The Rotterdam Philharmonic Orchestra, die Münchner Philharmoniker oder die Sankt Petersburger Philharmoniker schätzen die regelmässige Zusammenarbeit mit Sol. Ebenso tun dies Dirigenten wie Gilbert Varga, Leonard Slatkin, Andris Nelson, Paul McCreesh oder Valery Gergiev. Neben ihrer zunehmenden Konzertpräsenz in ganz Europa und in Japan stehen im kommenden Jahr Debüts in den USA und in Australien an. Im Juni 2008 debütierte Sol erfolgreich zusammen mit dem Starcellisten Yo Yo Ma in den USA unter der Leitung von Leonard Slatkin in dessen Doppelkonzert für 2 Celli sowie dem 2. Cellokonzert von Schostakowitsch.
Im Februar 2006 beendete sie ihr Solistenstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, nachdem sie zuvor während 10 Jahren beim Cellisten Ivan Monighetti in Madrid und Basel studiert hatte. Seit Herbst 2005 hat Sol Gabetta eine Assistenz-Professur an der Hochschule für Musik Basel inne.
Dank eines grosszügigen privaten Stipendiums Hans K. Rahns spielt die Künstlerin eines der seltenen und kostbaren Violoncellos von G.B. Guadagnini von 1759.
Im September 2007 erschien bereits das zweite Album bei SONY-BMG, das «Progetto Vivaldi», welches wiederum ein breites Publikum und einen Platz in den Top Ten der Klassik-Hitparade fand.
Zusammen mit dem Barockorchester «I Sonatori della Goiosa Marca» spielt sie auf Darmsaiten und Barockbogen und ergründet in der authentischen Klangwelt des Barocks die Tiefen der virtuosen und sinnlichen Musik des venezianischen Meisters. Ihre neueste CD-Produktion «Cantabile», die im September 2008 erschien, schaffte es gar in die Pop-Charts sowie unter die «Top 3» der Klassik-Hitparade. Zeitgleich erschien Sol Gabettas Schostakowitsch-Album, mit einem Live-Mitschnitt des 2. Cellokonzertes zusammen mit den Münchner Philharmonikern. Die neueste CD von Sol Gabetta mit klassischen Cellokonzerten von Haydn, Hofmann und Mozart zusammen mit dem kammerorchesterbasel war auf Anhieb auf Platz 1 der Klassik-Charts im September 2009 und erntete europaweit enthusiastische Kritiken.
«… ihr Ton ist faszinierend. Er ist auf Energie und Elan aus. Beiläufiges gelingt Gabetta nicht, sie will es auch nicht. Daraus erwachsen grosse Momente. Phrasen von immenser Dichte, von Kraft und Klarheit, getragen von einem Klangideal, das nicht nur Schönheit will, sondern Leben.»
Frankfurter Rundschau, Okt. 2008


